Neueste Nachrichten

Neues Buch über das Fährunglück 1947 erschienen – Der Autor stellt das Buch vor:

Lebhaftes Interesse am Uedesheimer Familienroman

Buch zum Fährunglück

Passend zum Buchtitel „Wenn das Eis taut“ herrschten in der Reithalle von Gut Altwahlscheid schon herbstlich-frische Temperaturen.  Trotzdem harrten über 60 Teilnehmer fast zwei Stunden aus, um der Autorenlesung von Klaus Rodewig zu lauschen und ihn über die Vor- und Nachgeschichte des tödlichen Fährunglücks vom März 1947 – bzw. die familiären Konsequenzen – zu befragen. Der Heimatverein Schönes Uedesheim hatte dazu eingeladen, weil sein Vorstandsmitglied Paul-Heinz Kramp sich seit vielen Jahren mit der historischen Aufarbeitung dieser lokalen Tragödie beschäftigt.

Geschickt gewählt waren die vorgetragenen Kapitel, die einen Einblick in die schwierigen Nachkriegs-Bedingungen eines Bauernhaushaltes vermittelten. Die erzkonservativen Denkmuster, die Debatten – ausgelöst durch das Aufeinandertreffen unterschiedlicher sozialer Milieus in einer Familie, die internen Schuldzuweisungen und Verdrängungsprozesse, all das ließ der Autor aufblitzen und machte seine Zuhörer neugierig. Paul-Heinz Kramp, der mit kurzweiliger Moderation durch den Leseabend führte, entlockte dem Autor so manches Detail aus einer spannungsreichen Familiengeschichte, z. B. über die dominierende Rolle der beiden älteren Schwestern des Fährmanns. Rodewig betonte dazu: „Dies ist ein zeitgeschichtlicher Familienroman. Nicht alles Erzählte ist so passiert. Die Fakten sind jedoch Dokumenten aus Familienbesitz oder aus öffentlichen Archiven entnommen.“

Der Autor Klaus Rodewig (rechts) erzählte auf dem Leseabend auch Anekdoten aus seiner Neusser Jugendzeit. Links von ihm: Paul-Heinz Kramp und Rotger Kindermann vom Vorstand des Uedesheimer Heimatvereins.
Foto: Ursula Kramp

Das große Interesse an dem Romanthema beweist, dass das Fährunglück auch über 70 Jahre später in den Köpfen vieler Uedesheimer präsent ist. Einige ältere Teilnehmer bereicherten den Leseabend durch eigene Erzählungen über den Fährbetrieb, der erst mit dem Bau der Fleher Brücke eingestellt wurde. Eine Bronzetafel zur Erinnerung an den Untergang der Fähre ließ der Heimatverein Schönes Uedesheim am Deichtor anbringen, um auch das Gedenken an die Opfer wachzuhalten.  Ein weiterer Leseabend findet in Grimlinghausen statt, dort, wo der Autor aufgewachsen ist. Termin: 30. Oktober, 18:30 Uhr im Klubhaus des Neusser Rudervereins. Der Roman „Wenn das Eis taut“ ist im Buchhandel erhältlich, Preis 14,80 Euro. (Rotger Kindermann)


Hafenrundfahrt

Am Freitag, dem 28.8.20 hat unser 2. Vorsitzende, Dominik Rottmann, für den Verein eine kostenlose Rundfahrt durch den Neusser und teilweise auch den Düsseldorfer Hafen mit dem allseits bekannten Uedesheimer Fährschiff Maria-Franziska organisiert. Rund 25 Personen nahmen teil und sahen die Häfen aus einer ungewohnten Perspektive, vom Wasser her.

Der Leiter Unternehmenskommunikation der Neuss-Düsseldorfer Häfen, Thomas Düttchen, erklärte kompetent und unterhaltsam die Entstehungsgeschichte der Häfen und ihren Zusammenschluss. In der Rhein Cargo sind die Häfen Neuss, Düsseldorf sowie teilweise Köln und Krefeld beteiligt und bilden die zweitgrößte Binnenhafengesellschaft Deutschlands. Neuss ist der drittgrößte Binnenhafen am Rhein. Die Häfen verfügen u.a. auch über eine eigene Bahngesellschaft, die nicht nur die eigenen Gleise bedient, sondern auch deutschlandweit fährt. Hauptbetätigungsfeld ist natürlich der Hafenumschlag. In Neuss werden hauptsächlich Ölsaaten und Fette, sowie Container, Baustoffe und Kraftfahrzeuge gelagert und umgeschlagen.

Zum Schluss, als krönender Abschluss, fuhren wir noch bei schönstem Sonnenschein auf dem Rhein an der Düsseldorfer Altstadt vorbei.


Neue Busverbindung nach Düsseldorf

Lange haben wir darauf gewartet: Jetzt ist sie da: die neue Schnellbuslinie SB53 nach Düsseldorf über die Fleher Brücke, durch das Universitätsgelände zum Südpark mit Anschluss an die U-Bahnlinien U73 und U79 in die Düsseldorfer Innenstadt!

Der Bus startet montags bis freitags um 06:33 Uhr, dann zwischen 07 Uhr und 09 Uhr halbstündig ( 03 und 33 Minuten), zwischen 10 Uhr und 14 Uhr nur bei 03 Minuten und ab 15 Uhr bis 19 Uhr wieder alle 03 und 33 Minuten. 19:33 Uhr geht die letzte Fahrt nach Düsseldorf.

Der erste Schnellbus nach Düsseldorf (12.8.2020 um 06:33 Uhr)

Benutzen Sie diesen Bus so oft wie möglich, damit er uns erhalten bleibt!

Die Verbindung einschließlich Umstieg bis Düsseldorf-Hauptbahnhof oder Heinrich-Heine-Allee kostet für die Einzelfahrt von Erwachsenen € 2,90, über Neuss-Hauptbahnhof kostet dieselbe Fahrt € 6,00!


Exkursions- Wanderung

Am Samstag, dem 1. August 2020 trafen sich 15 Hitzefeste, um den Uedesheimer Rheinbogen zu erkunden. Dank fachkundiger Führung durch Dominik Rottmann und Paul-Heinz Kramp erfuhren die Teilnehmer etliches über den Deich, die Alte Batterie und vieles mehr.

vor der schweißtreibenden Wanderung…

Der Weg führte durch das Naturschutzgebiet entlang des alten Treidelpfades bis kurz vor die Fleher Brücke. Dort ließ jemand eine Drohne kreisen, die ein Luftbild unserer Wandergruppe aufnahm.

Unsere Wandergruppe mit Corona-Abstand von oben

Jubiläums-R(h)einemachtag unter Corona-Bedingungen

Bereits zum 10. Mal unterstützten zahlreiche Freiwillige den R(h)einemachtag in Uedesheim. Trotz der Corona-Auflagen war die beliebte Aktion auch im Jubiläumsjahr ein voller Erfolg.

„Die Sauberkeit fängt vor der Haustüre an“ mit diesem Motto begrüßte Rotger Kindermann die freiwilligen Helfer zum diesjährigen R(h)einemachtag. Der Vorsitzende des örtlichen Verschönerungs- und Heimatvereins freute sich, dass der im April aufgrund der Corona-Pandemie ausgefallene Tag nun doch noch kurzfristig durchgeführt werden. Ausdrücklich bedankte er sich bei Stefan Crefeld, der die traditionelle Aktion nicht nur vor 10 Jahren ins Leben gerufen, sondern seitdem auch alle Veranstaltungen organisiert hatte.

Unter der Beachtung der Corona-Abstands- und Hygieneregeln fiel auch im Jubiläumsjahr der „Startschuss“ wieder frühmorgens am zentral gelegenen Steinbrunnen. Trotz der kurzfristigen Einladung und dem Beginn der Sommerferien rüsteten sich über 40 Helfer mit den von der AWL gestellten Handschuhen, Zangen und großen Müllsäcken aus und befreiten viele Ortsecken sowie das Rheinufer tatkräftig vom Müll. Mit dabei waren auch wieder der evangelische Pfarrer Jens Bielinski-Gärtner und eine von Lutz Seebert und Frank Reuter geführte Gruppe der Neusser DLRG, die in Uedesheim eine Wache direkt am Rhein betreiben.

vor und nach dem Aufräumen

Bis zum Mittag konnten so wieder etliche Müllsäcke prall gefüllt werden. Unter Kopfschütteln wurde dabei nicht nur der klassische „Wegwerfmüll“ und einiges an Sperrgut aufgesammelt, sondern zusätzlich auch zahlreiche Mund-Nase-Schutz-Masken und Einmalhandschuhe. Die so „gefundenen“ Müllberge wurden danach von Wilhelm Arends mit dem Traktor eingesammelt.

„Das Gemeinschaftsprojekt hat sich richtig gut angefühlt“ betonte Stefan Crefeld zum Ende des R(h)einemachtages und bedankte sich bei den Helfern für den vorbildlichen Einsatz. „Neben dem vereinten Zeichen für mehr Sauberkeit im Ort war es auch ein erfreulicher Schritt in eine neue Normalität in der Corona-Zeit“. Weniger schön fand der Ratsherr, dass etliche öffentliche Grünanlagen in einem schlechten Pflegezustand waren und bei der Säuberung auch einige Hundehaufen an Orten gefunden wurden, wo sie definitiv nicht hingehörten. Neben dem Aufruf an die Stadt nutzte er die Gelegenheit und appellierte an alle Hundehalter verstärkt darauf zu achten und den Kot zu entsorgen.

Corona bedingt gab es im Anschluss für die fleißigen Teilnehmer nur noch einen gestutzten gemütlichen Teil mit kühlen Flaschengetränken und Eis am Stiel. Die traditionelle Einladung zum gemeinsamen Grillen wurde kurzerhand direkt für das nächste Jahr ausgesprochen und auf den 11. R(h)einemachtag verschoben – wenn es wieder heißt: Uedesheim macht sauber.


Neuerscheinung: „Wenn das Eis taut“

Ein spannungsreicher Familienroman erinnert an das Fährunglück von 1947

(rhk) Als am 7. März 1947 der Rhein vor Uedesheim 14 Menschen in den Tod riss, hielten sich   Bestürzung und öffentliche Reaktionen in überschaubaren Grenzen. Keine zwei Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs waren überall Not und Grauen noch derart omnipräsent, dass selbst dieses tödliche Fährunglück nur eine Katastrophe unter vielen war. Erst Tage danach berichtete z.B. die Rheinische Post über das dramatische Geschehen, das auch auf menschliches Versagen zurückzuführen war. Hatte man vergessen die Bullaugen zu schließen, als die Fähre trotz reißender Strömung übersetzte. War sie zu schwer beladen?

Mehr als 70 Jahre danach werden diese Ereignisse wieder präsent, weil Dr. Klaus Rodewig, ein Nachfahre des damaligen Fährmanns, einen spannenden Roman darüber geschrieben hat.  Unter dem Titel  „Wenn das Eis taut“ thematisiert er nicht nur den Unglücksfall und seine Folgen. Als Psychoanalytiker hat Rodewig die Tragödie eingebettet in die eigene Familiengeschichte, um sie so besser erklären und erzählen zu können. Dazu der Autor: „Das geschieht natürlich in romanhafter Form. Nicht alles ist genauso passiert, aber die historischen Fakten sind Dokumenten entnommen, die im Familienbesitz sind oder in öffentlichen Archiven aufbewahrt werden.“ Die Geschichte der Eltern präge die unsere, meint Rodewig. So steht im Mittelpunkt seines Romans das Ringen um Anerkennung, um das Dazugehören, um die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Das Fährunglück von 1947 ist auch eine Folge bestimmter familiärer Entwicklungen. Die Liebe einer Frau, die bereits eine gescheiterte Ehe hinter sich hat, zu einem Fährmann bringt dessen Familie in Bedrängnis und führt dazu, dass der junge unerfahrene Bruder seinen Platz auf der Fähre einnehmen muss. „Im gewissen Sinn eine Begebenheit des Scheiterns, dazu noch eine besonders tragische und folgenschwere,“ resümiert Rodewig und erinnert sich an lange geführte familieninterne Verdrängungsprozesse. „Müssen wir denn immer in alten Wunden rühren? Es war doch schlimm genug!“, so wurde oft gesagt. Das Scheitern und wieder Aufstehen über Generationen hinweg durchzieht diesen Roman wie ein roter Faden. Dabei ruft er die besonders harten Bedingungen der unmittelbaren Nachkriegszeit in Erinnerung.  

Das Gedächtnis an diesen Schiffsuntergang wurde in Neuss und Düsseldorf immer wieder durch Jahrbuchbeiträge und Zeitungsartikel (u.a. NGZ vom 6.3.2017) wachgehalten. Im südlichsten Neusser Stadtteil Üdesheim erinnert seit einigen Jahren eine Bronzetafel an das Fährunglück. Sie wurde vom örtlichen Heimatverein „Schönes Üdesheim“ an der Zufahrt zur noch intakten Fährrampe (gleich neben der Rheinterrasse) aufgestellt.

Das Buch: „Wenn das Eis taut“, von Dr. med. Klaus Rodewig, 195 Seiten, projektverlag Bochum/Freiburg, ISBN: 978-3-89733-514-1, Preis: 14,80 Euro


Mitgliederversammlung zur Satzungsänderung

Da sowohl das Finanzamt als auch das Amtsgericht nicht mit allen geplanten Änderungen der Satzung einverstanden waren, haben wir sie nochmals überarbeitet. Wir wollen sie am Dienstag, dem 18 August 2020 ab 19 Uhr zur Abstimmung bringen. Der alte und der neue Text werden allen Mitglieder/innen rechtzeitig zur Verfügung gestellt.

Wegen der Wichtigkeit der Satzungsänderungen ist eine große Anzahl von Teilnehmern wünschenswert!

Coronabedingt werden wir uns im große Saal der Rheinterrasse mit dem nötigen Abstand untereinander treffen.


10. R(h)einemachtag am 27. Juli 2020

Am Samstag, den 27. Juni 2020
von 10:00 Uhr bis ca. 12:30 Uhr

laden wir auch in diesem Jahr alle Bürger/innen,
Vereine und Freunde von Uedesheim ein
– gemeinsam mit uns – unseren liebenswerten
Ort von Schmutz und Unrat zu befreien.

Wann: Am 27. Juni 2020; von 10:00 Uhr – 12:30 Uhr
Wo: Zentraler Beginn / Einweisung beim Brunnen v. EDEKA
Wer: Jeder ist eingeladen uns tatkräftig zu unterstützen, auch
Kurzentschlossene sind jederzeit willkommen
Was: Jeder Unrat wird eingesammelt; nichts soll liegen bleiben
Womit: Ausgabe Reinigungsmaterial erfolgt beim Startpunkt


Ein Rö­mer­vier­tel für Ue­des­heim

Ar­chiv­fo­to: Woi.
Der Nach­bau ei­nes rö­mi­schen Wach­tur­mes auf dem Reck­berg hält die Er­in­ne­rung an die Rö­mer­zeit und rö­mi­sche Fun­de in Ue­des­heim wach. Die­ser Idee folgt auch der Vor­schlag für vier neue Stra­ßen­na­men.

Hei­mat­ver­ein stimmt Stra­ßen­na­men für das Neu­bau­vier­tel „Im Kreuz­feld“ zu.

von Rotger Kindermann und Christoph Kleinau

UE­DES­HEIM | (rhk/-nau) Die Wie­der­be­le­bung des rö­mi­schen Kul­tur­er­bes steht seit ge­rau­mer Zeit im Fo­kus der Stadt, der Po­li­tik und zahl­rei­cher Ver­ei­ne. Pas­send zum ak­tu­el­len  Er­hal­tungs- und Ver­mitt­lungs­kon­zept für den „Nie­der­ger­ma­ni­schen Li­mes“, das den Be­zirks­aus­schuss Ue­des­heim am Diens­tag, 9. Ju­ni, be­schäf­tigt, soll  das ge­plan­te Bau­ge­biet „Im Kreuz­feld“ mit Stra­ßen­na­men be­schil­dert wer­den, die ei­nen Be­zug zur rö­mi­schen Ge­schich­te auf­wei­sen. Auch das ist The­ma der Sit­zung, die im Ro­ma­ne­um statt­fin­det.

Ei­ne „Agrip­pa­stra­ße“, ei­ne „Am­mia­nus­stra­ße“, ei­ne „Li­mes­stra­ße“  und ei­ne „Ri­pa­stra­ße“ sol­len das neue Bau­ge­biet er­schlie­ßen,  das auch noch ei­nen „Platz am Schüt­zen­haus“ be­kom­men soll und – in Ver­län­ge­rung der be­ste­hen­den Stra­ße – ei­ne Him­mel­geis­ter Stra­ße.

Nach­drück­lich hat be­reits der „Hei­mat­ver­ein Schö­nes Ue­des­heim“ die­se Vor­schlä­ge be­grüßt und sie „als aus­ge­spro­chen ge­lun­gen be­zeich­net“. Schon im Vor­feld hat­te er den Wunsch ge­äu­ßert, die Stra­ßen im neu­en Quar­tier nach ört­li­chen Ge­ge­ben­hei­ten und his­to­ri­schen Land­mar­ken zu be­zeich­nen. Auch der Be­zirks­aus­schuss-Vor­sit­zen­de Ste­fan Crefeld (CDU), ein lang­jäh­ri­ges Ver­eins­mit­glied, be­für­wor­tet den Ver­wal­tungs­vor­schlag, der ab­schlie­ßend am 18. Ju­ni im Kul­tur­aus­schuss be­han­delt wer­den soll.

Crefeld nennt die Vor­schlä­ge „sehr pas­send, weil sie der räum­li­chen Nä­he zu den ar­chäo­lo­gi­schen Fun­den aus der Rö­mer­zeit Aus­druck ver­lei­hen“. Ue­des­heim be­kom­me so ein klei­nes „Rö­mer­vier­tel“, wo­mit auch Kon­tro­ver­sen über Stra­ßen­be­nen­nun­gen et­wa nach Po­li­ti­kern ver­mie­den wür­den, sagt er.

Die Agrip­pa­stra­ße wür­de an den Feld­her­ren Mar­cus Vip­sa­ni­us Agrip­pa er­in­nern, der un­ter an­de­rem die rö­mi­sche Heer­stra­ßen von Ly­on an den Rhein an­leg­te. Die Am­mia­nus­stra­ße wür­de dem spät­an­ti­ken His­to­ri­ker Am­mia­nus Mar­cel­li­nus ein klei­nes Denk­mal set­zen, der in sei­nem Werk Res Ge­stae das an­ti­ke No­ve­si­um nennt und den Li­mes be­han­delt. An die­se Grenz­si­che­rung  er­in­nert der­zeit der Nach­bau ei­nes rö­mi­schen Wach­tur­mes auf dem Reck­berg – und dem­nächst die Li­mes­stra­ße. Ri­pa ist schlicht das la­tei­ni­sche Wort für  Fluss­ufer.

Dass rö­mi­sche Na­men  hoch im Kurs ste­hen, er­lebt auch der Aus­schuss für An­re­gun­gen. Ihm liegt am Don­ners­tag der An­trag vor, ei­ne Stra­ße nach Am­mia­nus Mar­cel­li­nus zu be­nen­nen. Ein Wunsch, der wohl um­ge­hend in Er­fül­lung ge­hen wird.


Pflanzaktion im „Bürgerwäldchen“

Am Montag, dem 20. April 2020 hat der Vorstand zwei Bäume im sogenannten Bürgerwäldchen am Wahlscheider Weg gepflanzt. Trotz der Coronakrise wollen wir weiterhin für die Uedesheimer präsent bleiben! Die Bäume wurden vom Vorstandsmitglied Dominik Rottmann gestiftet.

Rotger Kindermann und Dominik Rottmann nach getaner Tat

Mitgliederversammlung am 3.2.2020

Neuer Name – vertrautes Wort

Im 30. Jahr seines Bestehens hat der Verschönerungsverein Uedesheim eine Namensänderung vollzogen. „Schönes Uedesheim-Heimatverein e.V.“ lautet der neue Name nach Beschluss der Mitgliederversammlung am 3. Februar. Die bisherige Bezeichnung schien den Mitgliedern „ein wenig aus der Zeit gefallen“ und „Heimat“ sei ein vertrautes Wort, „es gehört zu den schönsten Wörtern der deutschen Sprache“, wie der Vereinsvorsitzende Rotger Kindermann betonte. Zugleich wurde die Satzung an einigen Stellen aktualisiert und angepasst.

Ein Ziel des Vereins ist es, die regionale Geschichte lebendig werden zu lassen, und das geschah mit einem Vortrag von Dr. Stephen Schroeder, Leiter des in Zons ansässigen Kreisarchivs. Er sprach über die Elektrifizierung des Kreises Neuss zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts und wie sie den Alltag der Menschen tiefgreifend veränderte. „Elektrizität war die Schlüsselenergie zu Beginn des industriellen Zeitalters“, unterstrich Dr. Schroeder und stieß mit dem Thema auf ein breites Interesse unter den Teilnehmern. Höhepunkt der Vereinsaktivitäten in diesem Jahr ist ein Sommerfest, auf dem mit allen Uedesheimern das 30-jährige Jubiläum gefeiert werden soll. (rhk)


Weihnachtsbaum

Leider musste der schöne Weihnachtsbaum kurz nach dem Aufstellen wieder weggenommen werden, da er im Sturm umgeknickt war. Wir versuchen es jedoch Weihnachten 2020 mit einem geeigneteren Baum erneut!

Wie in früheren Jahren wollen wir in der Adventszeit die Bäume vor dem Dorfbrunnen illuminieren. Neu ist aber, dass wir dieses Jahr erstmalig einen Weihnachtsbaum aufstellen wollen. Er ist bereits aufgestellt und von Schülern der St. Martinus-Grundschule geschmückt worden.

Mit viel Spaß haben die Schüler den Baum geschmückt!

Die Beleuchtung wurde am Samstag, dem 30.11. um 18:00 Uhr feierlich eingeschaltet. Wie letztes Jahr hat der Verschönerungsverein alle Bürger*innen von Uedesheim anschließend zu einem zwanglosen Gespräch mit Glühwein-Umtrunk eingeladen. Etwa 40 sind der Einladung gefolgt. Alle bezeichneten den Abend als gelungen.

Der Verschönerungsverein hat für das Jahr 2020 einen Fotokalender mit Bildern unseres Mitglieds Dietmar Steinhaus erstellen lassen. Der Kalender kann zum Preis von € 5,00 für Mitglieder und € 7,00 für Nichtmitglieder erworben werden. Kurzfristige Eintritte sind natürlich möglich!


Die Neusser Süderweiterung 1929

Am 1. August 1929 trat das Gesetz über die kommunale Neugliederung des Rheinisch-Westfälischen Industriegebietes in Kraft, beschlossen vom Freistaat Preußen. Damit erhielt die Stadt Neuss im Süden neben Uedesheim auch Grimlinghausen, Norf und Weckhoven – sowie Teile von Grefrath, Büttgen, Heerdt und Holzheim. Grundlage waren Beschlüsse des Landkreises Neuss vom 18.2.1929, der Stadtverordnetenversammlung vom 11.3.1929 und Beschlüsse des Uedesheimer Gemeinderates vom 11.3.1923, sowie vom 4. und 2.5.1929. Der förmliche Eingemeindungsvertrag wurde am 15.5.1929 unterzeichnet. Er sieht die Einrichtung einer Kommission zur Beratung Uedesheim betreffender Fragen vor, die u.a. aus sechs Uedesheimer Bürgervertetern bestand. Dieses Partizipationsorgan gilt als Vorläufer des heutigen Bezirksausschusses.

Somit wurde Uedesheim ein Teil von Neuss, ohne seine Eigenständigkeit vollständig aufgeben zu müssen. Den Abschluss des Eingemeindungsvertrags, der uns im Wortlaut vorliegt, feierte der Verschönerungsverein am 14. August 2019 in der Jugendherberge mit 37 Teilnehmern, u.a. dem Bürgermeister der Stadt Neuss, Herrn Breuer, dem Vorsitzenden des Bezirksausschusses, Herrn Crefeld, sowie vielen Funktionsträgern aus Neuss und Uedesheim. Der Bürgermeister hielt eine Rede, in der er den Hergang sowie die Notwendigkeit der dameligen Eingemeindung erläuterte. So musste sich Uedesheim mehrfach gegen die drohende Eingemeindung nach Düsseldorf wehren.

Gleichzeitig nahm der Verein die Feier zum Anlass, den seit der Gründung im Amt gewesenen 2. Vorsitzenden, Herrn Prof. Heinz Mehlhorn, für seine Arbeit zu danken und ihm die erste Ehrenmitgliedschaft anzutragen.

Der amtierende Vorstand gratuliert Herrn Prof. Mehlhorn zur Ehrenmitgliedschaft

Die Feier klang mit einem gemütlichen Beisammensein mit Getränken und Fingerfood aus. Die NGZ hat ausführlich über dieses Ereignis berichtet. Den Artikel können Sie hier nachlesen.


Geschichtsstunde über Uedesheim

(rhk) Wenn das Forum Archiv und Geschichte und der Verschönerungsverein gemeinsam zur Geschichtsstunde über Uedesheim einladen, ist der Saal der Rheinterrasse am 11. Juli 2019 bis auf den letzten Stuhl besetzt. Dr. Jens Metzdorf, Direktor des Neusser Stadtarchivs, fesselte die über 60 Teilnehmer mit einem historischen Überblick – beginnend mit der ersten urkundlichen Erwähnung im 12. Jahrhundert bis zur Eingemeindung Uedesheims nach Neuss im Jahr 1929. Claudia Chehab, ebenfalls vom Stadtarchiv, berichtete über ihre Forschungsergebnisse zum Thema Straßennamen. Dabei erfuhren die Zuhörer, wie mühsam es war in den 70er Jahren eine neue Straße nach dem Pfarrer Johann Bugenhagen zu benennen. Schließlich verfügt dieser Neusser Stadtteil mit Prof. Dr. Jürgen Brautmeier über ein „ortseigenen Historiker“, der an dem Abend über die Geschichte der Uedesheimer Matthiasbruderschaft informierte. Hier wurde deutlich, wie es gelingen kann, die christliche Tradition einer Pilgerbruderschaft zu erhalten und zu pflegen. Diese Vortragsabende in der Reihe „Stadtgeschichten“ werden vom Forum Archiv und Geschichte auch in anderen Neusser Stadtteilen durchgeführt. Der Vorsitzende des Verschönerungsvereins Rotger Kindermann lud schließlich schon zum nächsten historischen Termin ein:

Am 14. August 2019 um 17:00 Uhr findet zum 90. Eingemeindungs-Jahrestag in der Jugendherberge ein kleiner Festakt mit Bürgermeister Reiner Breuer statt.


R(h)einemachtag 2019

Im Jahr 2019 fand am 11. Mai der 9. große R(h)einemachtag statt. Trotz des anfangs schlechten Wetters fanden sich knapp 40 Uedesheimerinnen und Uedesheimer bereit, ihren Ort vom Unrat zu befreien. Und das, obwohl am Vortage die Schüler und Schülerinnen der St. Martinus-Grundschule bereits fleißig gesammelt hatten!

Nach dem Erfolg im letzten Jahr, war der 9. R(h)einemachtag wieder auf zwei Tage aufgeteilt und erreichte mit 220 Helfern einen neuen Teilnehmerrekord. Erstmalig war auch die DLRG dabei.

Den Startschuss für die traditionelle Aktion des Verschönerungsvereins in Uedesheim setzte bereits am Freitag die St.-Martinus-Schule. Ausgestattet mit Handschuhen, Greifzangen und großen Mülltüten (von der AWL gestellt) säuberten die Schüler und Lehrer motiviert viele Ecken im Ort. Dabei staunten die fleißigen Helfer nicht schlecht über ihre Fundstücke. Besonders in Erinnerung blieb den Kindern ein alter Teppich und ein halber Tisch. Kopfschüttelnd wurde abschließend der gefundene Müll mitten im Schulhof gestapelt und die Umweltaktion besprochen. Am meisten ärgerten sich die Kinder über die unzähligen Zigarettenkippen. Als Organisator des R(h)einemachtages nutzte der Stadtverordnete Stefan Crefeld den Zeitpunkt, um zusätzlich auf die gesundheitlichen Risiken hinzuweisen. Gleichzeitig bedankte er sich bei allen Beteiligten und lobte ausdrücklich die Schulleitung um Nadine Schweppe und Kerstin Manteufel für die tolle Unterstützung. Frei nach dem Motto „fridays for future“ hat die Grundschule an diesem Tag auch einen handfesten Beitrag mit Signalwirkung für ein stärkeres Umweltbewusstsein beigesteuert. Zum Abschluss gab es leckeres Eis – und jedem Kind war klar, wohin die Verpackung vorbildlich zu entsorgen war.

Auch am Folgetag konnten Crefeld und der Vorsitzende des Verschönerungsvereins Rotger Kindermann trotz unbeständigem Wetters wieder zahlreiche freiwillige Helfer gemeinsam begrüßen. Angeführt von Frank Reuter und Lutz Seebert war auch erstmalig eine Gruppe der Neusser DLRG tatkräftig mit dabei, die in Uedesheim auch eine Wache direkt am Rhein betreiben. Im Schwerpunkt des zweiten Tages standen neben den öffentlichen Grünanlagen und dem Rheinufer insbesondere auch die Bereiche, die dem Organisator zuvor von Bürgern mitgeteilt wurden. „Wir sind jedem Hinweis nachgegangen und alle angezeigten Stellen wurden gesäubert“ bestätigte der Ratsherr. Bis zum Mittag wurden so erneut viele große Säcke mit achtlos weggeworfenem Müll prall gefüllt. Leider mussten neben dem klassischen „Wegwerfmüll“ auch wieder Sperrgut und Autoreifen aufgesammelt werden.

Im Anschluss an die Sammelaktion trafen sich alle Aktiven vor dem EDEKA-Markt, wo Herr Bilgin in bewährter Weise einen Grill aufgebaut hatte, von dem sich die Teilnehmer laben konnten. Getränke waren ebenfalls genügend bereit gestellt.

Zum Schluss war der Traktor-Anhänger von Wilhelm Arends voll und der Ort sauberer. In gemütlicher Runde gab es dann für die fleißigen Teilnehmer Würstchen, Steaks und kühle Getränke.

„Die gemeinsame Aktion hat auch wieder Spaß gemacht“ betonte Stefan Crefeld und freute sich, dass die Schule, die DLRG und viele weitere Unterstützer auch im nächsten Jahr wieder dabei sein wollen, wenn die Uedesheimer bereits zum zehnten Mal in Folge zum beliebten R(h)einemachtag einladen.

Eine kleines Jubiläum mit einer klaren Botschaft: Uedesheim soll sauber bleiben. Wir freuen uns bereits auf den 10. Jubiläums-R(h)einemachtag im Jahre 2020!


aus grau wird bunt

Uedesheim verschönert seine Stromkästen

Auf Initiative von dem Stadtverordneten Stefan Crefeld wurden in den letzten Wochen durch 14 ausgeloste Schülerinnen und Schüler der St. Martinus Schule die ersten drei verschmutzten und beschmierten Stromkästen in Uedesheim künstlerisch verschönert.

Julia Bünzel (Lehrerin der 2a) hatte sich dieses Projektes angenommen und schnell einen passenden Titel gefunden: Aus GRAU wird BUNT. Der Start war am 15. Februar und wurde jetzt erfolgreich beendet. Von Anfang an begleitet wurde die Umsetzung auch von den Stadtwerken Neuss (SWN) und besonders vom Verschönerungsverein Uedesheim. Die Idee und die Umsetzung stießen hier auf so großen Zuspruch, dass der Verein um den Vorsitzenden Rotger Kindermann, sogar drei tolle Preise auslobte und nun an die kleinen Künstler verleihen konnte.

Bewertet wurden die Kästen zuvor durch eine neutrale Fachjury, die – obwohl sich alle Kinder motiviert in die künstlerische Arbeit eingebracht hatten – letztlich folgende sehr enge Entscheidung getroffen hat:

  1. Platz: Trafogehäuse an der Ecke Rheinfährstraße / Deichstraße (Endstation Bus)
  2. Platz: Stromkasten an der Himmelgeister Straße / Pfarrer-Schmedding-Straße
  3. Platz: Stromkasten an der Rheinfährstraße / Stüttgener Straße

In der Anwesenheit von Stefan Crefeld, Jürgen Scheer und Wolfgang Lenhard (beide SWN) wurden die Preise durch Paul-Heinz Kramp und Uwe Ritterstaedt (beide Verschönerungsverein) übergeben. Dabei betonte Kramp ausdrücklich die Leistung der Kinder und der Projektleiterin. Crefeld bedankte sich ebenso bei allen Beteiligten und stellte in Aussicht, dass noch weitere Stromkästen folgen könnten, wenn die kleinen Kunstwerke tatsächlich gut bei den Menschen in Uedesheim ankommen sollten. Die ersten Rückmeldungen waren sehr positiv.


  

Vortrag über die Matthias-Bruderschaft

Das Vorstandsmitglied des Vereins „Forum Archiv und Geschichte Neuss e.V.“, Herr Prof. Dr. Jürgen Brautmeier, wird am

Donnerstag, dem 11. Juli 2019 ab 19:00 in der Rheinterrasse

einen Vortrag halten zu dem Thema:

„Die Geschichte der Matthias-Bruderschaft in Uedesheim“.

Alle Mitglieder und natürlich auch Gäste sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Für Getränke wird eine Spende erwartet.


Mitgliederversammlung am 22.01.2019

Uedesheim soll auch in Zukunft ein Ortsteil sein, den man lieben muss. Dazu will der Verschönerungsverein praktische Beiträge leisten, wie der wieder gewählte Vorsitzende Rotger Kindermann auf der Mitgliederversammlung am 22. Januar versicherte. Das nächste Projekt, an dem der Verein sich beteiligt, ist die Bemalung der örtlichen Stromkästen durch Schüler der St. Martinusschule. Der Verschönerungsverein wird die Aktion prämieren, 1. Preis sind Tickets für einen Besuch des Neusser Kletterparks, bzw. der Skihalle.

Auch 2019 will man mit Vortragsveranstaltungen „die charakteristische Dorfhistorie lebendig halten“ und durch eigene Ideen (u.a. im Bereich Verkehr und Bebauung) Impulse an den Bezirksausschuss weiterleiten. Als neue Vorstandsmitglieder wurden gewählt: Dominik Rottmann (stv. Vorsitzender) und Paul-Heinz Kramp (Schriftführer), Uwe Ritterstaedt wurde als Schatzmeister wiedergewählt. Kindermann dankte dem langjährigen stellvertretenden Vorsitzenden Prof. Heinz Mehlhorn, der für dieses Amt nicht mehr kandidierte, für „sein großartiges Engagement im Verschönerungsverein“. Er und Karl-Rüdiger Himmes seien stets die treibenden Kräfte im Vereinsleben seit 1990 gewesen. (rhk)